Besucherrekord beim Fest
an der "längsten Bank der Welt" in Semd

(Quelle: Odenwälder-Bote, Fr., 08.08.2008)
(Jo) Am Morgen hatte es noch geregnet, aber der ließ allmählich nach und bis zum "Benkfest" an der "längsten Bank der Welt", war alles wieder in bester Ordnung. Die Zufahrtstraßen waren abgetrocknet und somit zu Fuß oder per Rad geradezu ideal erreichbar.

Der "Draht nach oben" hatte funktioniert, denn schließlich sollte ja das "Benkfest" des Vereinsring in Semd mit einem Gottesdienst eröffnet werden. Wer hätte dann schon auf nassen Bänken Platz genommen oder womöglich eine verwässerte "Benkwurscht" essen wollen. Nein, der Altar stand im trockenen, die Bänke luden zum Verweilen ein und mitgebrachte Regenschirme spannten die Besucher später auf, um sich gegen die immer reichlicher vom Himmel kommenden Sonnenstrahlen zu schützen. Ein idealer Tag für das "Benkfest" und all seine Gäste. Von denen gab es reichlich und viele, die sonntags diese Strecke für eine Radtour nutzen, machten gerne Halt und nahmen am Gottesdienst teil. Dieser begann bereits um 10 Uhr und gestaltet wurde er von Pastorin Bettina von Bremen. Was lag an diesem Tag näher als den Baum in den Mittelpunkt der Predigt zu stellen. Aus einem Baum war ja auch die "längste Bank der Welt" geschaffen und schon immer habe der Mensch eine ganz besondere Beziehung zum Wald. Hier fühlt man sich wohl, genießt in vollen Zügen die Natur und die gesunde Luft. In der Bibel wird vom Baum der Erkenntnis gesprochen und Jesus Christus starb an einem Kreuz, das aus Holz gezimmert wurde.

Nach dem Gottesdienst ließen es sich viele nicht nehmen, eine der köstlichen Würste zu probieren, die natürlich von einem Semder Metzger hergestellt und die Breite von 31,33 Zentimeter hatten. Also wie die original Bank, bei der es allerdings 31,33 Meter sind. Dazu lieferte der Semder Bäcker die entsprechenden XXL Brötchen und alle fanden, das sei ein Topgenuss gewesen. So war es nicht verwunderlich, dass irgendwann die 500 georderten Benkbratwürste allesamt verzehrt waren. Um die noch anwesenden und kommenden Gäste weiterhin verköstigen zu können, holte man nochmals Nachschub. Die Würste waren allerdings nun nur noch in Normalgröße zu haben.

Weiterer Besuch kam aus Frankfurt und zwar von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Fraport AG. Frank Cornelius und Matthias Tetiwa überreichten an diesem Tag dem Vereinsring eine Spende von 1.200 Euro. Damit möchte der Vereinsring die noch aufzustellenden Ortseingangstafeln, die Info-Tafeln für Natursehens- würdigkeiten und weitere innerörtliche Schilder in Semd finanzieren. Die Fraport-Vertreter sahen diese Spende als Investition in die Region, die man im Übrigen mit jährlich 2 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke finanziell unterstütze. Ortsvorsteher Dieter Ohl, der im Verlauf des "Benkfestes" auch Bürgermeister Joachim Ruppert und Gattin willkommen hieß, erläuterte die weitere Verwendung aus dem Erlös des Festes. Einen Teil will man in die Instandhaltung der Bank investieren und einen Teil möchte man schon jetzt für den noch zu bauenden neuen Kindergarten in Semd zurücklegen. Damit sollen dann bei­spielsweise Spielgeräte angeschafft werden. Der Ortsvorsteher freute sich ferner darüber, dass das "Benkfest" eine so große Resonanz gefunden habe. Inzwischen wäre die "längste Bank" zu einem Kommunikationstreffpunkt geworden, insbesondere für die ältere Generation. Oft würden die älteren Mitbürger sich per Rad oder zu Fuß an der Bank zum gemütlichen Plausch treffen.


Scheckübergabe beim "Benkfest" an der "längsten Bank der Welt" in Semd. Die Fraport AG überreichte 1.200 Euro an den Vereinsring Semd, der damit die geplanten Ortstafeln in Semd finanzieren will. Unser Bild von der Übergabe zeigt (von links) Groß-Umstadts Bürgermeister Joachim Ruppert, Frank Cornelius (Fraport), den Semder Ortsvorsteher Dieter Ohl, Karlheinz Müller (Vorsitzender des Vereins Semder Heimatgeschichte) und Matthias Tetiwa (Fraport).
Bild und Text: Johmann
Hier gehts zu den Bildern